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Beim Echo am letzten Samstag gab es eine Weltpremiere, die englische Synthie Band Depeche Mode stellte ihre neues Single “Wrong” mit einem fulminanten Live Auftritt vor. Nach dem vor vier Jahren veröffentlichten letzten Album der Band “Playing the Angel” gab es eine längere Studio-Album Pause. Inzwischen wechselten die Musiker dann auch noch die Plattenfirma, von Warner Music zu EMI.

Am 17. April ist es nun soweit, das neue Album “Sounds of the Universe” erscheint, zwei Wochen vorher gibt es den Song “Wrong” auch käuflich zu erwerben. Die Musik der ersten Auskopplung ist typisch Depeche Mode, aber durchaus aussergewöhnlich. Da kann man hoffen das die Jungs um Dave Gahan mit dem Album das einhalten was die Single verspricht.

Für alle die den Auftritt am Samstag verpasst haben gibt es hier noch einmal das Video!

Die diesjährige Echo Verleihung fand zum ersten mal seit Jahren wieder in der ARD statt und konnte sich trotzdem, im Vergleich zu den letzten Jahren auf RTL, deutlich verbessern. Die Moderatoren Oliver Pocher und Barbara Schöneberger waren locker und selbstironisch und die Location, die O2 World in Berlin, endlich Musikpreiswürdig.

Wer waren die großen Gewinner des Musikpreises? Sicherlich der Berliner Peter Fox der drei Preise absahnte, den Kritikerpreis, den Preis in der Kategorie Hip Hop/Urban und den Produzenten Preis. Die Schlagersängerin Helene Fischer gewann zwei Preise und musste eine zu lange Rede von Bruce Darnell ertragen. Auch die Casting Show Gewinnerin Stefanie Heinzmann durfte sich über einen Preis freuen, sie gewann in der Kategorie “Künstlerin Rock/Pop (national)”, glücklicherweise blieb uns LaFee dieses Jahr erspart.

Wer waren nun die Verlierer in diesem Jahr? Eindeutig die Zuschauer im Publikum, trotz ordentlicher Show hatte man Zeitweise das Gefühl es seien nicht 10.000 sondern nur 10 Menschen in der Halle. Nur bei Stefanie Heinzmann kam richtig Stimmung auf, allerdings nur weil Depeche Mode schon auf der Bühne stand. Ansonsten schafften es die Berliner und Berlinerinnen es nicht einmal so lange zu klatschen bis die Laudatoren auf der Bühne waren. Da kann man auch keine Standing Ovations beim Preis für das Lebenswerk erwarten, den im übrigen die Scorpians erhielten. 

Mainstreammusic findet, es hätte eine richtig gute Show werden können, mit anderem Publikum, wie wär es mit dem Hamburger?

Es ist Musikpreis Zeit! Nach den Grammys und dem damit verbundenen großen Skandal um Rihanna, wurden nun in London die Brit Awards verliehen. Weniger Skandalös, dafür um so überraschender endete die Preisverleihung. Die großen Favoriten Coldplay mussten ohne Preis auskommen, stattdessen gewann die walisische Sängerin Duffy gleich drei Brit Awards. Ausgezeichnet wurde sie in den Kategorien “bestes Album”, “beste britische Solokünstlerin” und “beste britische Newcomerin”.

Verdient hat es die 24-jährige sicherlich, denn von ihrem aktuellen Album “Rockferry” wurden insgesamt mehr als 4,5 Millionen Exemplare verkauft. Warum allerdings Coldplay mit ihrem großartigen Album “Viva la Vida” leer ausgingen wird ein Geheimnis bleiben.

Was gab es noch aus London? Iron Maiden wurden beste Live Band, Katy Perry beste internationale Künstlerin und Kayne West bester internationaler Künstler. Umjubelte Aufritte gab es von Gastgeberin Kylie Minogue und von den Gewinnern des Sonderpreises, den Pet Shop Boys. Diesen durften den Abend mit einem Meadley ihrer größten Hits beenden. Lady Gaga und der Brandon Flowers von The Killers haten bei dem Finale der Pet Shop Boys überraschende Gastauftritte.

Mainstreammusic freut sich nun auf die Echo Verleihung am morgigen Samstag und ist gespannt was es dort für Skandale geben wird, denn Oliver Pocher wird zusammen mit Barbara Schöneberger moderieren.